Top-Tipps auch zur Vorbeugung

Natürlich gegen Demenz

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von Conny Dollbaum-Paulsen

Demenz! Das Wort hängt wie ein Damokles-Schwert über uns. Auch, weil wir sehr gern sehr alt werden wollen. Aber natürlich wollen wir aktiv und wach und selbständig sein, auch als Alte. Und nicht dement. Wir ahnen: Da gibt es einen Zusammenhang. 

Die Carstens-Stiftung hat in gewohnt hilfreicher Weise eine Liste zusammengestellt, die präventiv wie unterstützend wirken können.

Dabei überrascht es nicht, dass in der Top 10-Liste Demenz genau die Tätigkeiten und Beschäftigungen eine Rolle spielen, die auch ganz normalen und (noch) nicht-dementen Menschen sehr gut tun.

So haben wir wahrscheinlich nicht umsonst so viele Muskeln und wunderbar funktionierende Gelenke - sie sind wohl dazu da, uns zu bewegen. Und, auch wenn wir uns eher in Supermärkten als aus Gärten versorgen, sind wir immer noch Naturwesen und deshalb nährt uns alles, was natürlich zubereitet wird. Unser Gehirn ist ein Wunderding, es ist neuroplastisch, was so viel heißt wie "jederzeit weiter formbar". Des bedeutet, es sollte durch Neues herausgefordert, und nicht durch Dauerfernsehen und Kreuzworträtsel notorisch unterfordert werden. Und dass soziale Kontakte ebenso wichtig sind wie gemeinsames Spielen oder Singen wissen wir auch.

Ganz normal gesund leben ist schwer

Nehmen wir allein diese fünf Punkte, können wir uns fragen: Was davon ist elementarer Bestandteil meines Alltags? Bewege ich mich täglich so, wie es mein Körper sich wünscht? Strenge ich mich jeden Tag so an, dass mein Herz in Arbeit gerät? Esse ich gescheit? Spiele ich genug und lache ausgiebig über mich und die Komik des Lebens?

Oder ist es vielleicht doch so, dass unser Lebenstempo schnell zu hoch ist für diese banalen Gesundheitsvorbeuger? Viel sitzen, komisch fett-gesüßte Dinge essen, nicht genug schlafen, wenig Zeit für Muße mit meinen Lieben und sehr viel Routine, vielleicht gepaart mit andauernder Überforderung...das ist, vor allem in Kombination, einfach nicht gesund.

Da scheint die Entstehung von Demenz vielleicht doch etwas mit unserer Lebensweise zu tun zu haben - und sicher auch damit, wie alt, hoch-alt, wir werden. Dem schon im Mittel-Alter bewusst zu begegnen, kann vielleicht Demenz nicht verhindern, aber vielleicht weiter in die Zukunft verschieben. Oder entschärfen. Oder auch nur dafür sorgen, dass ich mich ziemlich lange einfach besser fühle.

In diesem Sinne: Hier finden Sie alle 10 Tipps, der Demenz zu begegnen:
https://www.carstens-stiftung.de/artikel/top-10-demenz.html

Demenz ist anders als gedacht

Dement zu sein heißt nicht, ein schrumpfendes Gehirn zu haben. Es heißt vieles, je nachdem, wer ich bin, wie ich gelebt habe und welcher Bereich meines Lebens mir abhanden zu kommen scheint. Im interessanten Interview mit Dr. Eckard Krüger zu Formen der Demenz zeigt sich ein sehr differenziertes und etwas anderes Bild der Erkrankung, als wir es normalerweise kennen.

 

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